| Der Kinnsfelstunnel liegt im Zuge der ehemaligen
Strategischen Bahn von Berlin nach Metz über Gießen,
Wiesbaden, Rüdesheim über die
Hindenburgbrücke,
südlich an Bingen vorbei (heute neben der B9)
Naheüberquerung, Münster-Sarmsheim, Bad Kreuznach,
dann
ehemals viergleisig !! bis Bad Münster am Stein, wo sich die
Nahestrecke (linke Naheseite) und die Strategische Bahn (rechte
Naheseite) sich trennten. Die ehemalige Strategiasche Bahn ging dort
mit einer Brücke, heute Friedensbrücke, auf die
rechte
Naheseite über. Bei Odernheim stiess sie auf die
Glantalstrecke
nach Bad Homburg (weiter nach Metz) Das Interessante an diesem Tunnel ist, dass in der Mitte man östlich und westlich durch einen Aufstieg auf das Tunnelgewölbew gelangen kann. Man geht also auf den Tunnelgewölbesteinen entlang in einem teils nur 1m hohen, teils bis zu 2,20m hohen Gang entlang. Das Bild "Aufgang" zeigt den westlichen Aufgang, beim östlichen ist die Leiter verrostet, ist die ehemalige Eisenleiter im bereits soweit herausgerissen und recht stark korrodiert. Beim Bild "Gang" ist erkennbar, dass links und rechts Ausbruchsteine aufgeschichtet wurden. Vermutlich ist man beim damaligen Bau des Tunnels durch eine Verwerfungs-/Störzone des darüberliegenden Berges gestoßen. Man baute dann das Deckengewölbe ein und zu Inspektionszwecken war das Ganze dann begehbar. Im Tunnel von unten kann man auch Entwässerungsstutzen sehen. Das letzte Bild zeigt den Tunnel. Links erkennbar sind Tunnelmarkierungen, jedes Feld ist 5m lang. Ebenso erkennbar ist, dass bei beiden Tunnelportalbereichen auf der Flussseite der nahe (hier im Bild links) der Tunnel seinerzeit im Profil aufgeweitet und auch die Sohle abgesenkt wurde. Wäre mal interessant zu erfahren, wann dies erfolgte. Im Krieg? Ich vermute ja, denn auch über diese Strecke gingen Militärtransporte. Und da waren die Panzertransporte diejenigen, welche das größte Lichtraumprofil aufweisen mußten. Text: Markus Göttert |
Bilder aus dem Kinnsfelstunnel.VORSICHT. Das ist alles nicht mehr 100% im Tunnel - bitte nicht nachmachen! Aber nun die Bilder von Gerd Cremer dem ich dafür "Vielen Dank" sage. Zuerst 3 Bilder vom Aufgang ![]() ![]() Der Gang ![]() Tunnelschild ![]() Im Tunnel. ![]() Fotos: Gerd Cremer |
So sah das Westportal am späten Nachmittag des 27. Februar 1979 aus: ![]() Hier der Blick aus dem Westportal: ![]() Fotos: Günter Tscharn |
Achtung: Vor Nachahmungen wird dringend gewarnt! |