Sprendlingen



Text, Abbildung und Fotos: Andreas Tscharn



Ein „Special“ zum Bahnhof Sprendlingen (Rheinhessen).
Dass dieser Ort für die Gegend besondere Bedeutung besaß, mag man schon an folgendem Umstand erkennen: Immerhin konnte man von dort aus per Schiene in fünf Richtungen fahren:
Die Bundesbahn bietet noch immer Verbindungen nach Bingen und Alzey an. Die Privatbahn nach Fürfeld und die Überland-Straßenbahnlinien nach Bad Kreuznach und St. Johann sind dagegen schon lange Vergangenheit.


Eine kurze Geschichte zuvor: Nachdem es fast ein Jahrzehnt praktisch unmöglich war, auf dieser Strecke eine altrote 212 zu erwischen (so was gab es in Darmstadt einfach als Wendezuglok nicht), änderte sich das Bild durch Leihloks (212 112, 211 066) aus Gießen (einsetzbar in einem Nicht-Wendezug-Umlauf) und durch den Zugang von 212 029 und 212 023 (wendezugfähig).
Wenn also bei halbwegs brauchbarem Wetter eine altrote 212 unterwegs war, lief die Telefonkette meist in diesem Stil heiß: Markus G oder Frank H wussten etwas, auch der Rest (Jürgen T (nicht mein Bruder) und ich) musste mal wieder seine eigentlichen Pflichten vernachlässigen und alle eilten an die Strecke .....
212 029 sah wirklich lackmäßig so unmöglich aus: Um das Umlackieren zu verhindern, hatte man im Bw Darmstadt mit einer roten Spraydose "nachlackiert".


Zunächst die Übersichtskarte.





Ich möchte meine kleine Bilderreise von der Bingener Seite her beginnen, also aus nordöstlicher Richtung:





Mit Blickrichtung Welgesheim-Zotzenheim: 515 536 + 515 + 815 surren am 18.03.1988 als 6870 durch die Rheinhessische Landschaft.





Vor der Ortskulisse von Sprendlingen auf Höhe des Vorsignals: 515 008 am 25.05.1988 als 6872.




Ebenfalls mit der Ortskulisse, aber jetzt am 13.08.1993 mit viel Tele: 212 023 als 6074.




Wir erreichen nunmehr das nordwestlich gelegene Einfahrsignal mit dem rechts gelegenen Ausziehgleis. Hier ist am 25.05.1988 515 008 als 6881 unterwegs.




Am 13.08.1993 an fast gleicher Stelle, mit Hp2: 212 023 als 6091.




Wir blicken nun auf den nordwestlich gelegenen BÜ: In noch vorfrühlingshafter Stimmung röhrt am 18.03.1988 erst 212 366 als 6878




und hier 212 023 am 13.08.1993 als 6082 vorbei.






Das sind - von der Bahnhofsseite her gesehen - die nordwestlichen Ausfahrsignale: Mit unterschiedlicher Brennweite konnte am 19.05.1992 212 023 als 6079 abgelichtet werden.




Kurz vor dem Anhalten, bereits mit sichtbarem Bahnhofsgebäude: Erst 815 785 + 515 + 515 002 am 15.02.1988 als 6867




und hier am 20.02.1990 212 029 als 6879.




Es folgen nunmehr verschiedene "klassische" Bahnhofsaufnahmen:
Zunächst als Nachtaufnahme vom 04.01.1985 (das Bild hatte Günter auch schon sinngemäß eingestellt) 515 105 als 6881,




am 29.11.1992 212 112 als 6879,




am 19.05.1992 212 023 als 6079 und eine weitere 212 als 6074,




am 30.04.1990 212 029 als 6879




und 212 023 als 6079, fotografiert am 06.05.1992.




Wenden wir nun den Blick in süwöstliche Richtung:
212 359 als 6878 hat sich am 30.04.1990 - entgegen aller DB-Werbesprüchen - das Rauchen immer noch nicht abgewöhnt.




Am 26.05.1992 drückt 212 023 ihre Garnitur 6091 Richtung Alzey.




Kreuzung zwischen 212 029 als 6889 und 212 359 als 6878 am 30.04.1990.




Und schließlich ein Bild mit dem markanten (nicht zur Bahn gehörenden) Wasserturm: Am 26.05.1992 drückt 212 023 ihre Garnitur 6091 immer noch Richtung Alzey.






Wir erreichen nun die südöstlich gelegenen Ausfahrsignale und blicken Richtung Bahnhof zurück: 212 023 verlässt am 19.05.1992 den Bahnhof Richtung Alzey.




Da Günters Formsignal-Nachtaufnahme in seinem Bericht nicht die Südausfahrt von Sprendlingen zeigt, sondern die Südusfahrt von Gensingen-Horrweiler (mit Stellwerk am BÜ): So sah diese Ausfahrt am 04.01.1985 bei Nacht aus.




Zum Abschluss verlassen wir das Bahnhofsgelände und blicken auf das südöstlich gelegene Einfahrsignal:
212 112 am 29.11.1989 als 6879,




am 13.08.1993 212 001 als 6079 (Achtung Kritiker: Ein im HiFo verbotenes neurot-Bild! :-)




und auf Höhe des Vorsignals 815 602 + 515 552 am 17.04.1984 als 6879.


Ich hoffe, dass dieses Special besonders den Freunden roter 212 gefallen hat. Nachdem mein Bruder Günter in seinen beiden Berichten keine rote 212-Bilder zeigen konnte, konnte ich ihn auf diese Weise ergänzen.