Mark Vogl berichtet über seine Erlebnisse in Rheinhessen im Jahr 1993 (ergänzt um selbst gezeichnete Gleispläne und Fotos von Volker Blees).

Erschienen als Beitrag bei Drehscheibe-Online am 28.08.2011: http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?17,5529518

Hier beginnt eine kleine Serie über die an die HDst Alzey angegliederten Betriebsstellen und ihre Gleispläne.
Eigentlich ist der Beitrag eine Kooperation mit Volker Blees, der mir wunderschöne Fotos vom Bahnbetrieb aus Rheinhessen zu Verfügung gestellt hat. Von ihm stammen sämtliche Bilder des Beitrags. An ihn an dieser Stelle meinen allerherzlichsten Dank!

Im ersten Teil werden die an den Hauptbahnen gelegenen Betriebsstellen behandelt. Der Bahnhof Alzey selbst liegt an der zwischen 1867 und 1871 durch die hessische Ludwigsbahn eröffneten Bahnlinie Monsheim – Gensingen-Horrweiler, die durch die Deutsche Bundesbahn als eingleisige, bzw. zwischen Alzey und Armsheim als zweigleisige Hauptbahn betrieben wurde. Zunächst also zu den Betriebsstellen dieser Strecke.
Sämtliche Pläne wurden an einem heissen Tag im Juli 1993 aufgenommen, an den ich mich noch bestens erinnern kann. Meine damalige Freundin war mit dabei, frühmorgens haben wir in Wallertheim angefangen. Spätnachmittags ging es dann noch nach Worms, wo ich eine rare LP mit sechs Ouvertüren von Johann Christian Bach mit der Academy of Ancient Music und Christopher Hogwood erstehen konnte, was dem Tag quasi das Tüpfelchen auf dem i aufsetzte. Dies aber nur nebenbei.
Die Bahnhöfe sind jeweils links Richtung Worms und rechts Richtung Bingen/Mainz dargestellt.

Hst u Gundersheim (FGUH km 19,7)

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Bild 1
Nt 6874 (Worms – Bingen) in Form von 515 002 verlässt am 5. Dezember 1988 soeben die Hst Gundersheim .

1993 präsentierte sich die Hst u Gundersheim in folgender Form:

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Die Bedienungsform im Güterzugverkehr ist mir nicht bekannt, vermutlich erfolgte sie mittels Sperrfahrten vom Bf Eppelsheim aus. Als Frachtgut überwogen landwirtschaftliche Erzeugnisse und Kunstdünger.

Auszug aus der Streckenliste der BD Frankfurt (Sommer 1986):

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Bild 2
Der letzte Zug des Tages der Verbindung von Worms nach Alzey bildete zur späten Bundesbahnzeit Nt 6886 von Biblis nach Alzey. Hier verlässt er- aus 515 529 bestehend - am schönen Spätsommerabend des 20. September 1988 Gundersheim. Im Ladegleis ist ein Td-Selbstentlader bereitgestellt.

Bf Eppelsheim (FEPP km 22,5)

Vom Bahnhof Eppelsheim kann ich leider keine Bilder zeigen, dafür soll aber gleich der Gleisplan des Jahres 1993 folgen:

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Eppelsheim war zu dieser Zeit der einzige besetzte Kreuzungsbahnhof zwischen Alzey und Monsheim. Auffällig ist das Fehlen von Ausfahr-Vorsignalen. Bemerkenswert war das „schnuckelig“ anzusehende Einfahr-Hauptsignal aus Richtung Monsheim. Sein im Empfangsgebäude untergebrachtes mechanisches Stellwerk der Bauart Einheit verlor der Bahnhof im Zuge der Umstellung auf EStw im August 2007. Auch der Streckenblock Bauform C Richtung Monsheim und Alzey gehört seither der Vergangenheit an.

Bedient wurde Eppelsheim durch ein Üg-Paar von Alzey aus, dessen genaue Fahrzeiten mir leider nicht vorliegen. Auch hier spielte die Landwirtschaft, auch die Zuckerrübenverladung, die wichtigste Rolle im Frachtaufkommen.

Auszug aus der Streckenliste der BD Frankfurt (Sommer 1986):

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Anst Kettenheim (FKEH km 26,5)

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Bild 3
815 701 und 515 534 passieren die Anst Kettenheim als Nt 6877 nach Worms. An diesem 9. November 1988 ist die Zuckerrübenverladung in vollem Gange.

Der recht einfache Gleisplan der Anst Kettenheim aus dem Jahr 1993:

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Verladen wurden hier hauptsächlich Zuckerrüben, ansonsten erhielt die Landwirtschaft spärlich einige Ladungen zugestellt. Kettenheim wurde von Alzey aus mit Sperrfahrten bedient, deren Fahrzeiten mir leider nicht vorliegen.

Auszug aus der Streckenliste der BD Frankfurt (Sommer 1986):

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Bild 4
Eine unbekannte 212 mit einem ebenso unbekannten Nahverkehrszug rauscht am 31. August 1989 an der Anst Kettenheim vorbei. Das Bild entstand von der Rübenverladerampe aus.

Bf Alzey (FALZ km 30,0)

Nun erreichen wir den Sitz der Hauptdienststelle, den Bahnhof Alzey, ein wichtiger Eisenbahnknoten in Rheinhessen.

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Bild 5
515 002 am 6. Januar 1989 auf Gleis 2 im Bahnhof Alzey.

Hier treffen auf unsere Hauptstrecke die ehemalige Hauptbahn aus Marnheim (später Kirchheimbolanden) sowie die Strecke durchs Gau aus Richtung Bodenheim, die aber erst später betrachtet werden sollen.

Der Gleisplan wurde von mir im Sommer 1993 aufgenommen. Dank der nun noch aufgefundenen Skizzen des Güterbereichs kann ich den Plan nun in korrekter und überarbeiteter Form präsentieren:

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Auffallend sind auch in Alzey die fehlenden Ausfahr-Vorsignale.

Auszug aus der Streckenliste der BD Frankfurt (Sommer 1986):

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Im Bereich des ehemaligen Bw waren während der Nachmittag- und Abendstunden sowie am Wochenende viele Tfz der Baureihen 515 und 212 sowie später 628.2 zu finden. Dort war eine Ladestation für die Akkutriebwagen sowie eine Tankstelle für Dieselkraftstoff vorhanden.

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Bild 6
Blick auf die Bw-Anlagen im Bereich der Akku-Ladestation und des noch mittels einem Gleis befahrbaren Rechteckschuppen am 21. September 1988. Zu sehen sind 515 008, 515 536 und eine unbekannte 212.

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Bild 7
Der Bw-Bereich um die Dieseltankstelle mit mehreren abgestellten 212 am 21. September 1988, Blick Richtung Bahnhof. Im Hintergrund sind das moderne Fdl-Stellwerk „Af“ sowie mehrere abgestellte Reisezugausrüstungen zu erkennen.

Bahnhofsgebäude sowie das Fahrdienstleiterstellwerk wurden bei Kampfhandlungen während des 2. Weltkriegs zerstört und in den Nachkriegsjahren in moderner Bauweise neu errichtet.

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Bild 8
Begegnung in Alzey am 26. September 1988: 212 115 wartet auf Gleis 1 auf neue Aufgaben, auf Gleis 2 ist 515 526 gerade als Nt 6856 aus Worms angekommen.

Fahrplantabellen KBS 655 und 656 (Sommer 1990):

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Zugbildungen Bf Alzey (Sommer 1990):

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Interessant war auch die Stellwerksanlage des Bahnhofs Alzey. Das neuerrichtete Fdl-Stellwerk erhielt eine elektromechanische E 43-Hebelbank, das unversehrt gebliebene Wärterstellwerk am Nordkopf mit mechanischer Einheitstechnik blieb unverändert erhalten. Der Bahnhofsblock war dabei über eine sogenannte Wuppertaler Schaltung realisiert worden. Kurioserweise blieben die alten Signalbezeichnungen im Bereich des Fdl-Stellwerks erhalten, so dass sich die bei der Bundesbahn wohl rare Kombination aus alten Bezeichnungen und neuem E 43 mit Glühlampenüberwachung ergab. Diese Anlage wurde im August 2007 durch ein EStw abgelöst.

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Bild 9
Der Nordkopf des Bf Alzey mit dem Wärterstellwerk „An“ und den Gebäuden der Bahnmeisterei. Auf Gleis 3 treffen gerade 628 270 und 275 aus Richtung Albig ein, im Hintergrund ist eine 212 mit Rangierarbeiten beschäftigt.

Der Güterverkehr in Alzey war durch mehrere Anschlüsse in einem Industriegebiet nahe der Strecke nach Bodenheim, sowie durch etliche Kunden an den öffentlichen Ladegleisen und dem Stückgutverkehr bis Ende der 1980er Jahre recht ansehnlich. Im Herbst kam der umfangreiche Rübenverkehr hinzu.
Bis 1989 wurde Alzey von Mainz aus angefahren, danach von Worms. Gleichzeitig erreichte die Übergabe erst kurz vor Mittag den rheinhessischen Bahnknoten.

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Bild 10
212 365 erreicht am 22. September 1992 Alzey mit Üg 67200 aus Worms. Im Schlepp ein Waggon der Bauart Rils, der für einen Anschliesser am Industriestammgleis bestimmt ist.

Im Sommer 1991 wurde Alzey mit folgendem Üg-Paar bedient:

Üg 67200 W(Sa) Worms 11.07 – Alzey 11.54 Tfz 212
Üg 67201 W(Sa) Alzey 16.37 – Worms 17.17 Tfz 212


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Bild 11
Blick auf die Gütergleise des Bahnhofs Alzey am 21. Juli 1989. gerade ist dort 212 038 mit Rangierarbeiten beschäftigt.

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Bild 12
Blick über die Bw-Anlagen auf den Güterbereich mit der Gleiswaage am 21. September 1988. Mehrere 212 und eine 260 warten auf harte Aufgaben im Zuckerrübenverkehr.

Bf Albig (FAG km 32,5)

Mit Albig erreichen wir die einzige Betriebsstelle auf dem kurzen zweigleisigen Abschnitt zwischen Alzey und Armsheim. Albig war eigentlich mehr oder weniger eine bessere Blockstelle mit Ladegleis, doch es besass alles, was einen Bahnhof ausmachte: Weichen und Ein- sowie Ausfahrsignale.

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Bild 13
515 002 erhält am 6. Januar 1989 in Albig gerade Ausfahrt in Richtung Armsheim.

1993 präsentierte sich die Betriebsstelle in folgender Form:

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Betrieblich hatte Albig eine wichtige Funktion als Block auf dem relativ dicht befahrenen Abschnitt zwischen Alzey und Armsheim. Im Empfangsgebäude war ein mechanisches Stellwerk der Bauart Einheit installiert.

Auszug aus der Streckenliste der BD Frankfurt (Sommer 1986):

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Der Güterverkehr beschränkte sich auf die in Rheinhessen allgegenwärtige Rübenverladung sowie den Landhandel. Die Bedienung von Albig erfolgte mit Üg 67217 bzw. Üg 67223 während der Rückfahrt von Armsheim.

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Bild 14
212 122 am 27. September 1989 mit aus Wendelsheim kommenden Üg im Bahnhof Albig. Der auf Bild 19 erkennbare Fc wurde soeben offenbar an der Ladestrasse bereitgestellt.

Bf Armsheim (FARM km 37,6)

Grösster, an Alzey angegliederter Bahnhof war Armsheim, der mehrere Besonderheiten aufwies.

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Bild 15
Ein Gespann aus 212 und 628.2 im Bahnhof Armsheim. Im Vordergrund ist das Läutewerk für die Schrankenanlage des mitten im Bahnhofs gelegenen Bahnübergangs erkennbar.

1993 präsentierte sich der Bahnhof in noch weitgehend unangetastetem Zustand:

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Kurios die Weichenstrassen im Nordkopf, wenn von Gleis 2 in Richtung Bingen ausgefahren wurde. Das Ausfahrsignal M an Gleis 1 Richtung Bingen und die entsprechende Fahrstrasse wurden vermutlich später einmal zusätzlich eingerichtet.
Kurios war auch das Vorhandensein von drei Bahnübergängen im Bahnhofsbereich, etwas vergleichbares gab es zu dieser Zeit eigentlich nur noch in Immenstadt. Die beiden Übergänge an den Bahnhofsköpfen wurden von den Wärterstellwerken aus bedient, der mittlere vom Fdl.
Bemerkenswert ebenso die Funktion von Gleis 1a. Zwar konnte von dort aus mittels Signal C Richtung Wendelsheim ausgefahren werden, aber Einfahrten waren von dort aus nicht möglich. Wie oft Gleis 1a überhaupt noch genutzt wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.

Auszug aus der Streckenliste der BD Frankfurt (Sommer 1986):

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Bild 16
Eine Akku-Einheit an den südlichen Armsheimer Einfahrsignalen fährt hier in Richtung Alzey.

Besonders für Stellwerksfreunde bot der Bahnhof besonderes. Die beiden Wärterstellwerke waren mit mechanischen Hebelbänken der Bauart Stahmer aus dem Jahr 1899 ausgestattet. Der Fdl verfügte über ein im Empfangsgebäude untergebrachtes Befehlswerk der Bauart Bruchsal aus dem Jahr 1930. Der Bahnhofsblock war elektrisch. Interessant wäre zu erfahren, wie sich die Anlage vor 1930 präsentiert hatte. Existent war die Anlage bis 2007 und wurde dann durch ein EStw ersetzt.

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Bild 17
515 526 und 815 614 verlassen am 3. Januar 1989 Armsheim auf Gleis 1 als Nt 6877 Richtung Worms. Gleis 1a sowie die weiteren Ladegleise sind mit leeren E-Wagen für den Rübentransport belegt.

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Bild 18
Nachschuss auf den gerade eben gezeigten Nt 6877. Links das südliche Wärterstellwerk „As“, rechts die beiden Ausfahrsignale C und D.

Der Güterverkehr wurde im Sommer 1991 in folgender Form abgewickelt:

Üg 67212 B W(Sa) Alzey 12.10 – Armsheim 12.20 Tfz 212
Üg 67217 B W(Sa) Armsheim 13.30 – Alzey 13.40 Tfz 212

Üg 67220 B W(Sa) Alzey 14.40 – Armsheim 14.50 Tfz 212
Üg 67223 B W(Sa) Armsheim 15.34 – Alzey 15.44 Tfz 212


Die beiden Zugpaare schlossen sich gegenseitig aus. Üg 67212/217 verkehrten nur, wenn die Lok nicht auf die Gaustrecken musste, Üg 67220/223 in dem Fall, das Gau Odernheim und Umgegend bedient wurden.

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Bild 19
212 122 verlässt mit einem Üg am 27. September 1989 den Bahnhof Armsheim in Richtung Alzey. Ausserhalb der Rübensaision hätte der Zug wohl nur aus dem Fc bestanden.

Hst u Wallertheim (FWAH km 41,0)

Der ehemalige Bahnhof Wallertheim war schon in den frühen 1980er Jahren zu einer unbesetzten Haltestelle zurückgebaut worden.

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Bild 20
Nt 6874 (Worms – Bingen) wird am 20. September 1988 aus 515 015 gebildet. Im Hintergrund ist reges Treiben an der Ladestrasse erkennbar, Rüben werden in E-Waggons verladen, zwei Fc mit Brennstoffen stehen ebenfalls bereit. Heute undenkbar, noch vor 20 Jahren Alltagsgeschehen.

Gleisplan im Jahr 1993:

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Das ehemalige Kreuzungsgleis lag westlich des Streckengleises, das später hinzugefügte Anschlussgleis zur Mälzerei nutzt nicht dessen ehemaliges Planum.

Auszug aus der Streckenliste der BD Frankfurt (Sommer 1986):

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Bild 21
Nt 6874 ist nun am Bahnsteig zum Halten gekommen und wird sogleich seine Fahrt gen Bingen fortsetzen.

Im Güterverkehr wurde Wallertheim während der Sommerfahrplanperiode 1991 von folgenden Sperrfahrten aus Armsheim bedient:

ÜgSpf 67214 B W(Sa) Armsheim 12.27 – Wallertheim 12.34/39 – Armsheim 12.45 Tfz 212

ÜgSpf 67222 B W(Sa) Armsheim 15.05 – Wallertheim 15.12/22 – Armsheim 15.29 Tfz 212


Zu den gegenseitigen Ausschlüssen vgl. den Abschnitt zu Armsheim.

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Bild 22
Rüben aus Rheinhessen hat 212 112 am 27. September 1988 am Haken, als sie sich gleich zur Rückfahrt nach Armsheim aufmachen wird.

Für Güterverkehrsaufkommen sorgten in Wallertheim Landhandel und Brennstoffhändler sowie die Zuckerrübenverladung, daneben erhielt die über einen Privatgleisanschluss verfügende Palatia-Malz regelmässig private Silowaggons zugestellt.

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Bild 23
212 359 verlässt mit N 6873 von Gensingen-Horrweiler nach Alzey am 11. August 1989 Wallertheim. Hatte der Steuerwagen einen Defekt? Im Vordergrund das Anschlussgleis zur Palatia-Malz

Bahnhof Wörrstadt (FWRR km 22,6)

Einziger, an Alzey angegliederter Bahnhof an der Strecke Mainz – Armsheim war Wörrstadt, von dem ich leider keine Bilder zur Verfügung habe.

Der Gleisplan des Jahres 1993:

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Wörrstadt verfügte bis August 2007 über ein im Empfangsgebäude untergebrachtes mechanisches Stellwerk der Bauart Einheit sowie Streckenblock Bauform C in Richtung Armsheim und Saulheim.

Auszug aus der Streckenliste der BD Frankfurt (Sommer 1986):

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Der Bahnhof war zur späten Bundesbahn-Zeit meistens durchgeschaltet.

Der Güterverkehr war spärlich und beschränkte sich auf die Getreideverladung. Bedient wurde Wörrstadt nicht von Alzey aus, sondern von Mainz mit folgenden Zügen (Sommer 1991):

Üg 67070 W(Sa) Mainz Gbf 9.13 – Wörrstadt 10.31 Tfz 360 (ab Nieder Olm nur bei Bedarf)
Üg 67071 W(Sa) Wörrstadt 11.01 – Mainz Gbf 12.40 Tfz 360 (bis Nieder Olm nur bei Bedarf)