Die Glantalbahn in den 1980er Jahren, Teil 2



Text und Fotos: Dr. Frank Halter

Der Hp. Rehborn stellte für mich den Inbegriff an Nebenbahnromantik dar, neben dem kleinen Bahnhofsgebäude trugen auch die Hühner auf dem Bahnsteig zu diesem Eindruck bei. 815 735 + 515 536 haben am 11.9.85 in wenigen Minuten den Hp. erreicht.

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Der Blick in die Gegenrichtung zeigt 515 535 + 815 603 am 24.2.86 auf dem Weg nordwärts (N 8769)

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Eine ebenfalls reinrassige rote Garnitur legt am letzten Betriebstag als N 8776 einen mehr als sonst beachteten Halt am Bahnsteig Rehborn ein, wie so oft sich die Bevölkerung ihrer Bahn erst dann bewusst wird, wenn der letzte Zug rollt.

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Um die Stimmung im Glantal, bzw. am Hp. Rehborn zu beschreiben, bedarf es eigentlich nur des folgenden Bildes (515 535 am 28.5.86, N 8786):

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Nach verlassen des Hp. weitet sich das Tal in Richtung Meisenheim, von der angrenzenden Bergseite bietet sich am 28.5.86 ein herrlicher Blick auf den dazugehörigen Ort Rehborn und die 515/815 – Garnitur des N 8784.

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Nach Raumbach ist schließlich Meisenheim erreicht, hier rangiert 212 113 am 5.6.91 – also fünf Jahre nach Einstellung des PV – vor dem nördlichen Stellwerk.

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Die klassische Sicht auf den Bahnhof Meisenheim bietet sich von der an der südlich gelegenen Ausfahrt befindlichen Straßenbrücke, dahinter schloss sich sogar ein kleiner Tunnel an. Die Signalstellung Hp0 hatte im Herbst 1985 durchaus schon symbolischen Charakter (212 113 am 25.10.85). Die Stellwerksbauart ist typisch für die Glantalbahn, aber auch an der Alsenz sind artverwandte Gebäude zu finden.

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In dem nun folgenden Abschnitt bis Lauterecken wird der Güterverkehr etwas mehr Gewicht erhalten, war dieser im nördlichen Teil doch nur marginal vertreten:

212 113 hat auf dem nächsten Bild ihr Rangiergeschäft in Meisenheim erledigt und sich auf den Rückweg nach Lauterecken gemacht, während die darauf folgende Aufnahme noch die Hinleistung zeigt (Üg 67151 / 67150, jeweils 5.6.91). Beide Aufnahmen lassen sehr deutlich das Planum des ehemals zweiten Gleises erkennen, auch die Größe der Schrankenposten ist hauptbahnwürdig! Ich vermute, es handelt sich um Posten 3053, den Volker Blees in seinem Kommentar zu Teil 1 erwähnt hat. Damals wurden aber schon keine Schranken mehr gekurbelt, der Arbeitsplatz war Vergangenheit.

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Eine etwas globalere Ansicht zeigt die gleiche Stelle vor blühender Vegetation, wieder hat 212 113 als eine der damals letzten roten Kaiserslauterner V 100 am 13.5.86 die Ehre, ihre Üg nach Lauterecken zu befördern.

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Am gleichen Tag ließen sich 515 535 + 815 620 nördlich von Odenbach mit dem Fluss aufnehmen, der der Strecke ihren Namen gab.

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Im Oktober 1985 hat die Natur ihr Gesicht schon wieder verändert, nun dominieren die Herbstfarben, als 212 113 gen Meisenheim strebt (25.10.86)

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Kurz vor dem Bf. Odenbach gelang es mir noch, die Rückfahrt des gleichen Tages festzuhalten.



Im Bf. Odenbach, ebenfalls mit einem stolzen Empfangsgebäude ausgestattet, warten 815 615 + 515 555 auf die wenigen Fahrgäste. Der Schaffner symbolisiert in meinen Augen die Zeit, als es noch eine Eisenbahn gab und nicht unzählige Geschäftsbereiche und Unternehmenstöchter. War die Arbeitswelt für die Eisenbahner damals nicht vielleicht übersichtlicher als heute?

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Vom Hp. Medard fehlt mir leider ein vernünftiges Bild, aber vielleicht kann Andreas T aushelfen, der, so glaube ich, dort einmal eine Akkugarnitur festhielt.

Wir erreichen nun Lauterecken – Grumbach, am 29.9.86 ist 211 082 aus Meisenheim zurückgekehrt und wird nach ausgiebigem Rangierbetrieb via Lautertal Kaiserslautern anstreben. Auch hier hat Andreas T herrliche Beiträge über die Lautertalbahn verfasst, die es erlauben, die Reise fortzusetzen.

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Meine Beschreibung endet hier, für den Abschnitt Lauterecken – Altenglan gibt mein Archiv leider kaum etwas her. Vielleicht hat aber der eine oder andere Leser etwas beizusteuern und Lust, meinen Beitrag fortzusetzen, ich würde mich jedenfalls freuen.




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